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Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 124 mal aufgerufen
 Anzucht und Vermehrung
Braundaumen Offline



Beiträge: 5

01.10.2017 14:46
Tote Steckis retten antworten

Hallo Ihr Lieben,

ich bin neu hier und wollte mich mal kurz vorstellen und kurz berichten, wie ich versuche Tote wieder zum Leben zu erwecken. Ich wohne in Berlin und habe seit vielen Jahren Plumis im warmen Wintergarten. Angefangen habe ich mit einer wunderschönen Pudica, die fast 2m hoch geworden ist und nach 2 Blüteperioden plötzlich starb. Ich habe mich dann auf meine Rubra Ever After konzentriert. Die ersten Jahre hat sie trotz Winterruhe gemickert, dann habe ich sie irgendwann mal vergessen in Winterruhe zu schicken und seitdem blühte sie 2 x im Jahr und wuchs wie ein Weltmeister. Da sie leider irgendwann zur Adoption freigegeben werden musste, da ich beim Breitenwuchs nicht aufgepaßt habe und sie zu groß wurde, zog sie im August aus. Kurz vorher war beim Versuch einen Ast zu stützen, selbiger abgebrochen.

Ich habe daraus dann zwei Steckis geschnitten und versuche sie nun schon seit Wochen zu bewurzeln. Beide kamen in Perlit, der Stecki aus dem grauen Teil des Astes ging auch super an und zeigte Triebe und kräftige Wurzeln. Er zog dann in einen Erdmix um.

Der andere Stecki fing an zu faulen. Ich musste die fauligen Teile weit bis ins weiße Fleisch runter schneiden und habe die übrigen, so entstandenen zwei Steckis (der Faule war verästelt) getrocknet. Leider war mir nicht klar, wie lange. Irgendwann sahen sie schlaff und schrumpelig aus und wurden weich, die Enden waren eingetrocknet.

Plumi-Experten rieten mir dazu die Steckis zu entsorgen. Ich weigerte mich, hatte ja nichts mehr zu verlieren.

Ich begann die Wiederbelebungsversuche und schnitt bei beiden die Enden ab: keine Zeichen von Fäulnis, weißes Fleisch. Stecki 1 kam in ein Wasserglas mit destilliertem Wasser. Oben deckte ich das Glas mit Frischhaltefolie ab und stellte es auf eine Wärmematte. Daneben kam eine Tageslichtlampe. Stecki 2 kam in eine Tüte mit angefeuchtetem Erdmix, Luft rausgedrückt und mit Klebeband eng um den Stecki verschlossen. Das kam ebenfalls auf die Heizmatte. Drei Tage danach schaute ich mal nach, was sich getan hatte. Stecki 1 war inzwischen wieder prall und grün.

Ihm gönne ich noch 2 Tage im Wasser und dann kommt er ebenfalls in Erdmix in die Tüte. Der graue Stecki macht mir zwischenzeitlich Sorgen. Ein Besucher hat den schönen neuen Trieb abgebrochen, ein zweiter zeigt sich allerdings schon. Außerdem haben sich in seinem Erdmix Trauermücken gebildet. Nematoden kann ich nicht einsetzen, weil die dann dauerfeuchte Erde dem Stecki schaden könnte. Die Oberfläche habe ich jetzt also mit Vogelsand abgedeckt, Gelbsticker verteilt und gieße ihn über so einen Bewässerungsstick. Ich hoffe das hilft ihm.

Drückt mir bitte die Daumen, dass wenigstens einer der Drei das alles überlebt und die Mühe nicht umsonst war!

LG, Brauni


annette62 Online




Beiträge: 1.117

01.10.2017 15:50
#2 RE: Tote Steckis retten antworten

Hallo
Das Thema mit den gleichen Fotos hattest Du doch schon bei Green 24 unter dem Thema:Plumeria Steckling schrumpelt & wird nicht hart.
Die Antworten dort waren gut und nett,aber zweite eine zweite Meinung ist immmer gut

"Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“
Cicely Saunders


Braundaumen Offline



Beiträge: 5

01.10.2017 16:30
#3 RE: Tote Steckis retten antworten

Hallo Annette,
nunja bei Green24 hat mir eine einzige Userin geantwortet und geraten den Stecki zu entsorgen. Ich habe ihren Rat nicht befolgt und dachte, ich teile meinen "Erfolg" hier mit Euch, weil das hier ein spezielles Plumi Forum ist - anders als Green24- und möglicherweise hier ab und zu mal andere hinein schauen, die ein ähnliches Problem haben. Ich habe eigentlich keinen Rat erwartet, sondern wollte nur meine Erfahrung mit Euch teilen und Gleichgesinnte finden, die es bei Green24 scheinbar in der Menge nicht gibt. Bin jetzt etwas irritiert. Soll ich meinen Beitrag hier lieber löschen?


annette62 Online




Beiträge: 1.117

01.10.2017 16:57
#4 RE: Tote Steckis retten antworten

BraunDaumen!
Auf keinen Fall,ich war ja auchmal bei diesem Forum und lese dort eigentlich nur noch mit.
Laß Dich nicht irritieren.
Dein Problem hatte ich auch schon,und es ist in die Hose gegangen,daher fand die Antworten schon nett
Für neue Wege ist dieses Forum jederzeit offen,und es wird vieles dann nachprobiert.
Du kannst viele neue Pflanzenfreunde finden die wirklich und ehrlich antworten
Liebe Grüße Annette

"Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“
Cicely Saunders


Teddy Offline



Beiträge: 1.431

01.10.2017 17:03
#5 RE: Tote Steckis retten antworten

Hallo BraunDaumen,
wie hast Du denn bei der vergessenen Winterruhe das Problem mit den leidigen Spinnmilben gelöst?
Sobald meine einige Zeit drinnen stehen, sitzen die Viecher an den Blättern, obwohl die Pflanzen alle mit
gutem Abstand voneinander stehen und ich ständig kontrolliere. Aber wenn mal 3 Tierchen an einem Blatt
sitzen, sind es ein paar Tage später Mengen und natürlich an allen Pflanzen.


Braundaumen Offline



Beiträge: 5

01.10.2017 17:18
#6 RE: Tote Steckis retten antworten

@Teddy : ich habe Blattglanzspray benutzt und ausschließlich über den Untersetzer gewässert. Die Erdoberfläche habe ich mit feinem Kokohum (also die Bricks, die man in Wasser auflösen muss) bedeckt, so dass sich eine glatte Fläche ergeben hat. Ich hatte nie wieder Probleme mit Spinnmilben. Achso und ich habe die Erde getauscht, wenn sie im Spätsommer aus dem Garten rein ins Haus gezogen sind.
Das funktioniert auch bei Trauermücken und erwachsenen Pflanzen. Sind die Pflanzen allerdings beschädigt (meine letzte Plumi hatte einen Riss im Stamm), haben sich die Viecher so Zugang verschafft.

@ all: hat hier jemand Erfahrung mit dem Bewurzeln von grünen Steckis? Sollten sie im Wasser bleiben oder lieber in Erde bzw. Tongranulat umziehen? Mit reinem Perlit war ich ja schon einmal unerfolgreich.


tarasilvia Offline

Moderator


Beiträge: 6.308

01.10.2017 19:14
#7 RE: Tote Steckis retten antworten

Ich bewurzel mein immer in reinem Perite. Klingt jetzt vielleicht blöde aber mal klappts mal net. Es gibt auch Sorten die besser zu bewurzeln gehn. Je Dunkler die Sorte und in Richtung Rot wird es schwierig. Auch kommt es auf den Zeitpunkt an. Am besten ab Mai wenn es schön warm ist und die Plumerien neu austreiben. Auf jedenfall brauchen sie schön warm. Ich kenne andere die mit dem, wie du es beschrieben hast in der Tüte) beste erfolge. Hast du Bewurzelunghormon genommen?

Grüssle Silvia

"Wer die Würde der Tiere nicht respektiert, kann sie ihnen nicht nehmen, aber er verliert seine eigene."
Albert Schweitzer


Braundaumen Offline



Beiträge: 5

01.10.2017 19:20
#8 RE: Tote Steckis retten antworten

Die Mutterpflanze ist eine Rubra Ever After, also weiß mit gelb und pink. Ich habe den Wurzelaktivator von Neudorff genommen ... keine Ahnung ob das gut oder schlecht ist. Vorteil der Perlite ist, dass es definitiv keine Trauermücken geben kann, aber wie gesagt: im reinen Perlit Topf hat sich der eine Stecki gut entwickelt und der andere ist gefault - im SELBEN Topf und von der selben Mutterpflanze!


Braundaumen Offline



Beiträge: 5

09.10.2017 00:11
#9 RE: Tote Steckis retten antworten

So, den Stecki, der zuerst in Erdmix gewandert ist, segnet wohl das Zeitliche. Ich habe ihn vor lauter Angst vor Fäule schnell wieder aus dem Erdmix genommen, desinfiziert und in eine Tüte ohne alles gesteckt. Hatte in einem amerikanischen Thread gelesen, dass Plumis zum Bewurzeln nichts als Luftfeuchtigkeit brauchen und daher am besten und sichersten vor Pilzen und Fäulnis in einer luftdich verschlossenen Tüte aufgehoben sind. Das kann ich zumindest für meinen einen Stecki nicht behaupten. Er ist gefault, ich habe ihn heute noch einmal beschnitten und jetzt ist tatsächlich nur noch ein 2-3cm langes Stück übrig geblieben, welches jetzt in einem Glas mit Perlit steht, Deckel leicht aufgelegt und von unten mit Heizmatte erwärmt.

Stecki 2 steht in einem desinfizierten Glas mit destilliertem Wasser, welches ich alle 2-3 Tage erneuere. Seine Schnittstelle habe ich mit Fungizid behandelt und die Glasöffnung mit Frischhaltefolie abgedichtet. Der sieht (noch!) ganz gut aus.

Der graue Stecki treibt inzwischen an 2 Stellen und die Trauermücken sind auch ohne Nematoden weg, nachdem ich die Erdoberfläche mit Vogelsand aus dem Supermarkt abgedeckt und das Gießen eingestellt habe. Hätte also noch ein paar Nematoden hier zum Abgeben ;-)


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